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EyeTrackingWiki der Medienwissenschaft

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Versuchsabläufe

Auf den folgenden Seiten werden exemplarisch typische Versuchsabläufe skizziert. (Work in Progress)

Analyse von Videos

NICHT unterstützte Formate: - MP4

Unterstützte Formate: XviD

Keine HD-Auflösung

Analyse von Webseiten

Analyse von statischen Bildern

Auswertungsmöglichkeiten

Manuelle Codierung mit Interact

2 Sticks (beide Interact 9, aber unterschiedliche Versionen, deswegen Dateien immer im Format "Old Interact" speichern)

Klassische Auswertung mit BeGaze

Semantic Mapping

Spezialthema: Blickaufzeichnung und lautes Denken parallel

  • das Signal aus dem Scan Converter NICHT durch den iView-Rechner durchschleifen: gibt fehlerhaftes Signal aus
  • Lösung: Verkabelung ändern, Kabel vom Scan Converter direkt in den Rackrechner stecken, der das Bildschirmsignal aufzeichnet
  • Generell: zuerst VideoX4 und anschließend Amber öffnen, da ansonsten Farbdiskrepanzen (Blaustich) auftreten können. Bei Problemen Rechner neu starten.

Spezialthema: Settings mit dem Doppelbildschirm

  • iView X gibt bei Settings mit dem Doppelbildschirm einen Fehler aus, weil es keine Previews laden kann
    • Problem: man kann dadurch nur "auf gut Glück" kalibrieren, da man den Blick des Probanden nicht sieht
  • Probanden bewegen den Kopf stärker hin und her, so dass es schwer ist, den Blick nicht zu verlieren
  • Lautes Denken Videos zur Aufzeichnung lokalen Speicherort wählen und erst im Nachhinein auf das Mewipo Netzlaufwerk übertragen. Beim außerplanmäßigen Abbrechen der Laufwerksverbindung während der Aufzeichnung gehen ansonsten Daten verloren.

Alter Kram

Achtung: die technischen Angaben sind weitgehend veraltet, die Probandenkriterien allerdings weiterhin gültig

Neue Software-Versionen ab 2.0: iView, Experimental Center, BeGaze

Dieser Abschnitt enthält bisher bekannte Stolpersteine und Anweisungen, außerdem die noch ungelösten Probleme.

Updates von SMI

  • Können selbstständig heruntergeladen werden vom FTP-Server
  • SMI hat einen Newsletter
  • Vorsicht vor neuen iView-Versionen: unterstützt nicht mehr die alte Hardware
  • Letzte Version für unsere Hardware: iView X + Experiment Suite 2.2.4
    • aus den Release Notes:
      • Enhancements:
        • ET_SAV can handle unc-paths now, like "ET_SAV \\computername\dirname1\dirname2\filename.idf"
        • HED: gaze-dependent gain control (requires uEye Driver 3.30)
        • RED: Improved Tracking Performance
        • RED: Pupil Diameter Estimation - spike filtering
      • Fixes:
        • BC 2652: MRI/RED pt: missing synchronisation with ExC & screen recording

iView 2.2

  • erfordert zwingend Windows XP
  • Eye Image Fenster: Während der Aufnahme nicht ins Feld außerhalb des FokusFensters klicken, da Übertragung damit abgebrochen wird. Während der Kalibrierung FokusFenster nicht anpassen, da ansonsten Kalibrierung fehlerhaft.

Experiment Center 2.2

  • Bei Video-Settings: Videos zuerst mit mitgeliefertem Optimizing Tool konvertieren und optimieren und dann erst in Experiment Center laden.
  • zur Verbesserung der Kalibrierung den selbst erstellten, kleineren Punkt verwenden und auf 60 cm Abstand zwischen Proband und Kamera achten
    • target shape: user defined (Punkt liegt direkt auf Daten D:)
    • background colour: white (höherer Kontrast)
    • mit diesem Vorgehen kann die Qualität der Kalibrierung wesentlich verbessert werden
    • es kam schon vor, dass Experiment Center den Punkt vor einem Experiment verloren hatte: in diesem Fall einfach noch einmal auf den Standard umstellen und den Punkt erneut reinladen
  • Problem: Dateien, bei denen Umlaute im Namen sind, werden nicht in Begaze geladen
    • es erscheint keine Fehlermeldung beim Laden in Experiment Center!
    • Lösung: keine Dateinamen mit Umlauten verwenden
    • wenn Dateien mit Umlauten verwendet wurden, folgende Schritte zur Rettung der Daten durchführen:
      • Umlaute aus den Dateien rausnehmen
      • im results-Ordner die txt-Files anschauen: hier steht für jeden Probanden die Reihenfolge, in der die Stimuli geladen wurden
      • Experiment in Begaze laden, dann manuell die fehlenden Dateien (ohne Umlaute!) den richtigen Trials zuordnen
  • erlaubt jetzt den Einsatz sogenannter "Trigger AOIs":
    • ein Bereich kann auf dem Stimulus markiert und mit einem Schwellenwert in Sekunden versehen werden
    • wenn ein Proband die angegebene Zeit lang auf den Bereich schaut, kommt der nächste Stimulus
  • erlaubt automatische Auswertung langer Internetseiten, speichert aber nach wie vor nur den aktuellsten Screenshot (siehe Experiment Center 2.1)
  • Achtung: funktioniert nicht richtig mit dem Internet Explorer 8
    • Update von Experiment Center zur Unterstützung von IE8 liegt vor, funktioniert aber nicht mehr mit der alten Hardware
    • Daher: unbedingt Update auf IE8 vermeiden!

Begaze 2.2

  • Problem: beim Export von Hochkant-Videos entsteht ein schwarzer Rand, der einen Teil des Videos überdeckt
    • Lösung: Bildschirm auf Hochkant stellen, erst danach exportieren
    • gleiches Problem wie in Begaze 2.1

ältere Versionen

SMI IView X

Auswertungssoftware

Durchführung von Blickaufzeichnungsstudien auf Websites

Bildschirmgestützte Blickaufzeichnung von Zeitungsseiten im Hochformat

Probandenkriterien

Eines der größten Probleme der Blickaufzeichnungsmethode im generellen ist der große Ausfall der Probanden. Bei Menschen mit Sehanomalien oder oft auch bei Brillenträgern kommt es häufig zu Schwierigkeiten bei der Kalibrierung, die Blickaufzeichnungsdaten werden verzerrt und sind damit unbrauchbar. Prinzipiell sollte man bei der Rekrutierung der Probanden deshalb darauf achten, dass man zumindest zur Hälfte Nicht-Brillenträger einlädt. Ein weiterer Aspekt, der die Erfolgsquote einer Blickaufzeichnungsstudie steigert, ist eine Bitte an alle Probanden, keine Schminke zu benutzen.
Erfahrungswerte aus den eigenen Studien und aus der Literatur zeigen, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit bei folgenden Probanden zu Problemen mit der Kalibrierung und damit bei der Erhebung der Blickaufzeichnungsdaten kommt:
- Brillenträger mit nicht-entspiegelten Brillen und dunklen Brillenrändern
- Menschen mit sehr dunklen und langen Wimpern und/oder Augenbrauen
- Menschen, die ihre Augen geschminkt haben (Mascara o.ä.)
- Menschen mit Sehanomalien z.B. Hornhautverkrümmungen, trockene Augen, Schielen etc.
Während der Datenerhebung sollten die Probanden möglichst ruhig sitzen und den Kopf wenig bewegen. Werden Aufgaben gestellt, so ist es deshalb bei leichten, im Sinne von schnell verständlichen Aufgaben sinnvoll, diese ggf. am Bildschirm zu präsentieren, um mögliche Verzerrungen oder Ausfälle bei der Blickaufzeichnung durch Wegschauen zu verhindern.

Statisch versus Dynamisch

Was für alle Studien als selbstverständlich gelten sollte, gilt für Blickaufzeichnungsstudien im Besonderen: Vor der Datenerhebung sollte man sich genau überlegen, was man mit der jeweiligen Blickaufzeichnungsstudie herausfinden möchte und welche Fragen es zu beantworten gilt. Nur so ist es möglich, die großen Datenmengen, die bei der Blickaufzeichnung anfallen, effizient auszuwerten.
Eine Grundentscheidung, die zu Beginn getroffen werden muss, ist, ob eine statische oder dynamische Blickaufzeichnung erfolgen soll. Bei einer statischen Blickaufzeichnung können Screenshots einer Website getestet werden, d.h. es können Aussagen zur Wahrnehmung und Aufmerksamkeitsverteilung auf einer bestimmten Seite getroffen werden. Die Auswertung erfolgt mit der Software BeGaze. Die statische Blickaufzeichnung ist dann sinnvoll zu benutzen, wenn es um Ergebnisse zur Wahrnehmung einer bestimmten Seite geht – Fixationshäufigkeiten, -dauer und -reihenfolge können mit Hilfe von BeGaze schnell und automatisiert ausgewertet werden. Keinen Nutzen bringt die statische Blickaufzeichnung, wenn es um sequentielle Analysen über mehrere Seiten geht, also beispielsweise Aussagen zur Navigation auf einer Website getroffen werden sollen. Entsprechend ist auch das Durchführen von Suchaufgaben („Goal Mode“) bei der statischen Blickaufzeichnung wenig sinnvoll, da Screenshots nicht klickbar sind und somit die externe Validität der Untersuchung stark eingeschränkt wird. Sinn macht die statische Blickaufzeichnung hingegen, wenn der Proband sich lediglich einen Überblick über die Seite verschaffen soll („Activity Mode“).
Bei der dynamischen Blickaufzeichnung ist der Stimulus kein Screenshot, sondern eine voll navigier- und scrollbare Website. Ebenso wie bei der statischen Blickaufzeichnung können Aussagen zur Aufmerksamkeitsverteilung und Wahrnehmung auf einzelnen Seiten getroffen werden. Zusätzlich können aber sequentielle Analysen über mehrere Seiten hinweg durchgeführt werden und neben dem Flanier- oder Activity Mode auch Suchaufgaben ausgeführt werden. Hier ist es möglich die Betrachtung einer Seite in den Kontext zu den anderen Seiten zu setzen. Die Auswertung kann entweder mit Interact oder Gazetracker geschehen. Bei Interact geschieht die Auswertung per Hand, d.h. der Blickverlauf muss manuell kodiert werden, was viel Aufwand und Zeit erfordert. Mit Hilfe von Gazetracker geschieht die Auswertung der Blickaufzeichnung teilautomatisiert. Aufgrund der aktuellen Probleme mit der Software sollte diese jedoch zur Zeit nur mit Vorsicht verwendet werden.

Blickaufzeichnung im Methoden-Mix

Mit Hilfe der Blickaufzeichnungsmethode ist es möglich, quantitative Daten über den – unbewussten – Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsprozess eines Nutzers auf einer Website zu erhalten und somit die Orientierung des Nutzers auf der Seite nachzuvollziehen. Zusätzlich ermöglicht es die Blickaufzeichnung die zentralen Problemstellen insbesondere bei Suchprozessen zu identifizieren, in denen der Nutzer weder spricht noch klickt. Insbesondere die detaillierte Aufzeichnung der Dauer, Häufigkeit und Reihenfolge der fixierten Elemente gibt Aufschluss über die Sequenzierung des Nutzungsprozesses. Ein Nachteil der Blickaufzeichnungsmethode ist es hingegen nicht zu wissen, warum ein Proband bestimmte Elemente lange oder signifikant länger als andere betrachtet. Entsprechend erscheint eine Verflechtung von Blickaufzeichnung und der Methode des Lauten Denkens sinnvoll, da die Methode des Lauten Denkens besonders gut dafür geeignet ist, Ursachen für Nutzungsbeobachtungen zu ermitteln. Der Methoden-Mix kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen:
1. Die Blickaufzeichnung und die Methode des Lauten Denkens werden getrennt durchgeführt. Nachher werden die generierten Befunde zur Aufmerksamkeitsverteilung und die Probandenurteile zur Website miteinander verglichen und dadurch Interpretationen der Blickaufzeichnungsdaten ermöglicht. Der Vorteil ist, dass man hier zwar viele verschiedene Daten sammeln kann, die Inbezugsetzung der verschiedenen Daten zueinander jedoch empirisch nicht einwandfrei ist.
2. Zunächst wird die Blickaufzeichnung durchgeführt und anschließend die Blickverläufe den jeweiligen Probanden vorgespielt mit der Bitte, diese zu kommentieren. Vorteil ist, dass man hier direkte Erklärungen zu bestimmten Fixationen bzw. nicht-beachteten Elementen bekommt. Dies kann jedoch auch gleichzeitig ein Nachteil sein: Da das Blickverhalten ein zum großen Teil unbewusster Vorgang ist, ist nicht klar, ob solche Erklärungen der Probanden nicht reine Spekulation sind.
3. Die Blickaufzeichnung und die Methode des Lauten Denkens werden gleichzeitig durchgeführt. Nachteil bei dieser Art von Methodenmix ist es, dass das Reden die Blickaufzeichnung beeinflusst: Beim Reden bewegen sich Menschen mehr, d.h. es kann leicht zur Verzerrung der Daten kommen. Zum anderen schweift der Blick beim Reden oft auf Stellen oder Elemente, die in diesem Augenblick gar nicht wahrgenommen werden, so dass eine exakte Auswertung der Blickdaten hier nicht valide erscheint. Von Vorteil ist diese Art von Methodenmix jedoch, wenn man generelle Aussagen zum Blickverhalten auf einer Seite haben möchte oder bei stillen Zeiten des Suchverhaltens beispielsweise mit Hilfe der Blickaufzeichnungsdaten nachvollziehen kann, welche Teile und Elemente zu diesem Zeitpunkt beachtet werden und welche nicht.

Literatur

Persönliche Werkzeuge